Die 44.Faschingssaison ist Geschichte. Es war eine aufregende Zeit.

Der Fleckelmann ist eine Figur aus der alten Schifffahrt, die man beim Reinhardtsdorfer und Schönaer Fasching schon 1957 wieder hat aufleben lassen. Es ist Tradition, dass mindestens drei Fleckelmänner am Tag des Umzuges von früh an auf der Straße die Passanten kontrollieren, ob auch jeder Einwohner oder Gast sich auf den Faschingsumzugstag vorbereitet bzw. eingestellt hat.

Er sollte zumindestens ein Faschingshütchen tragen oder mit einer Luftschlange geschmückt sein. Wenn nicht, dann sammelt der Fleckelmann ein Strafgeld meist in Höhe (früher 0,50 Pfennig) von 1,00€ ein. Nach altem Brauch verteilt er mit seiner Klatsche Ordnungshiebe an unfolgsame und trunksüchtige Ehemänner oder zänkische Ehefrauen. Sie verteilen aber auch Süßigkeiten und ihre Aufgabe während des Umzuges besteht darin, für freie Wege zu sorgen und die Gäste zu belustigen.

Der erste Till Eulenspiegel (Hofnarr Johannes Helbig) trat 1979 beim Reinhardtsdorfer Fasching in Erscheinung. Er übernahm das Amt des Büttenredners von seinem Schwiegeropa, dem Urgestein des Reenerschdorfer Faschings , dem Schneider Arno. Das Kostüm entwarf und nähte seine Ehefrau Martina Helbig, die damalige erste Tambourmajorin. 1999 übernahm diese närrische Funktion Andre Petrich, der die Prunksitzungen mit super Charme und närrischem Getänzel aufgelockert hat. Seit 2018 sieht man einen neuen aktiven Faschingsobernarren. Franzi Eidam übt diese Aufgabe nun mit viel Schwung und Freude aus.