Die 44. Faschingssaison hat begonnen.
Ab 27.01.2018 könnt ihr das neue Programm erleben.

Rückschau auf die Faschingssaison 2015

Rückschau auf die Reenerschdorfer Faschingssaison 2015

„Der RKC ist originell, eröffnet sein 5 Sterne-Hotel!“

So eröffnete der Reenerschdorfer Karnevalsclub in dieser Saison mit dem neuen Präsidenten Olaf Ehrlich  den „Reenerschdorfer Hof“. Nach dem Einmarsch der Garden und vor dem Bühnenbild des 5 Sterne-Hotels konnte das Publikum die neuen Roben des Elferrates begutachten.

ES IST TRADITION: Der diesjährige Prinz Axel, der 1. mit seiner Lieblichkeit, Prinzessin Sabine der 3., verkündeten zu Beginn die absolute Kussfreiheit. Das muss sein, so wie im Anschluss das Singen und Mitschunkeln des Reenerschdorfer Faschingsliedes.

Kaum verklungen, begrüßte die Geschäftsführerin des Hotels, Helga Bammler ihr Publikum. Durch die Einführung des Mindestlohnes musste sie nun selber den Staubwedel schwingen. In freudiger Erwartung auf ihre Aushilfe, eine tschechische Praktikantin namens Božena, regelte sie alles für den kommenden Junggesellenabschied. Vor dem Bund der Ehe wollte es Norbert mit seinem Kumpel Johninsky nochmal so richtig krachen lassen. Gerade in Gesellschaft von zwei hübschen Fräuleins kommt aus heiterem Himmel die Verlobte ins Hotel und erwischt ihren fast Angetrauten. Brillant und einfallsreich versuchte Freund Johne, seine Chance zu nutzen. Stürmischer Applaus schon am Anfang. Beim darauffolgenden Check In an der Rezeption gab es einen sehr zweideutigen Wortwechsel zwischen zwei Herren vor und hinterm dem Tresen. Gott sei Dank tauchte nun endlich die neue Praktikantin neben dem Gast auf und beendete das amüsante Missverständnis. Hektisch begrüßt von der Chefin, wurde Božena auch gleich zum Bettenmachen geschickt.

Zum Mitklatschen animierte der nachfolgende Tanz, ausgedacht von Franzi Arnold, bei dem die Akteurinnen komplett in Bettlaken gehüllt, tanzten. Ja, auch Urlaub aus dem Internet ist im „Reenerschdorfer Hof“ möglich! Gleich bei der Begrüßung erfuhr Božena vom neu eingetroffenen Paar, dass die Urlauberin gar keine Lust auf diese Ferien hat, weil ihr Mann alles von irgendwelchen schweinischen Internetseiten gebucht hatte. Also eröffnete sie ihm ihre Überraschung, dass ihre Mutti am nächsten Tag mit dem Zug anreisen würde. Gleich danach ertönte der Ruf nach „Toto und Harry“, die einer Dame helfen sollten, ihre gestohlene Handtasche wiederzufinden. Ein Gaudi im Saal als vorm Hotel noch eine Raserin und ein volltrunkener Bobbycarfahrer einer Alkoholkontrolle unterzogen wurden. Nun erwarteten Frau Bammler und ihre, vom Lampenfieber geprägte tschechische Hilfskraft echte Promis zur stattfindenden Verleihung der „Goldenen Stachelbeere“. Die Gäste im Saal begannen bereits am Anfang begeistert zu klatschen als die Kapelle das Lied „Ist hier ein Zimmer frei…?“ anstimmte. Es folgten tolle Auftritte von Nena, Udo Lindenberg und Sirene Fischer mit ihren bekanntesten Songs. Ja und die Toilettenfrau Klothilde fand, dass Klofrau nicht die richtige Berufsbezeichnung ist, sondern sie lieber Hygienemanagerin im Papierverarbeitenden Gewerbe genannt werden möchte. Es gab großes Staunen bei  den Zuschauern, als ein Gemälde für die Galerie des Hotels geliefert wurde. Einfach genial – die Umsetzung von Kai Machon: das Bild der Mona Lisa, das zu jeder Prunksitzung das Gesicht veränderte. Faszinierend, wie „der Wanderer über dem Nebelmeer“ geweckt und lebendig aus dem Bild hervortrat.

Danach erlebten alle einen flotten Zimmermädchentanz bei dem auch das Publikum nicht stillsitzen konnte. Plötzlich im Saal dunkel, konnte man hören, dass die drei Hausmeister versuchten, den Strom wieder fließen zu lassen. Super umgesetzt, erlebte alle wie der Chefin ihre Jukebox kaputt repariert und das Trio das Gerät als Karaoke Maschine anbieten wollte. Doch Helene Fischer rettete mit „Atemlos im Hotel, ja ihr drei seit wirklich schnell…“, die Situation. Helga Bammler kam kaum zu Nachdenken, denn das kalte Buffet musste eröffnet werden. Große Lacher erhielt der Küchenchef Ole mit seinem Lehrling, als sie das kalte Buffet füllten, bevor die ersten hungrigen Hotelgäste angerannt kamen, um die besten Happen zu erwischen. Nur ein Ehepaar kam zu spät, worüber sie lautstark diskutierten. Der Gast (Eidi) verzichtete auf den Verdauer zum Nachtisch, weil sein Motto: „Lieber vom Rembrandt gemalt, als von Weinbrand gezeichnet“ begeisterten Applaus beim Publikum auslöste.  Auch die Diskussion über die Frauen, die den Schaum in ihrem Latte Macchiato verrühren, wurde gefeiert.

Der nachfolgende Tanz der Animateurinnen war schwungvoll und voller Elan. Wieder haben die Närrinnen und Narren auf ihren Plätzen kräftig mitgewippt und geklatscht. Nach diesem Funkentanz folgte der letzte und glamouröseste Auftritt. Es kamen die „liebreizenden Zuckerpuppen“ des RKC. Man konnte unsere Polizeier als Models in der Victoria Secret Fashion Show in Reizwäsche mit hohen Schuhen und herzförmigen Flügeln auf dem Rücken bewundern. Brillant umgesetzt, bestanden die riesigen Flügel aus Bierdosen, CD-Scheiben, Draht, aus Boa-Federn und noch anderen Materialien. Sogar zum Rentnerfasching begeisterten die Jungs ihr Publikum.

Alles in allem war es eine sehr gelungene Saison 2014/2015. Ein tolles erstes Jahr für Olaf Ehrlich als Präsident und ein rundum kurzweiliges Programm. Durch die fließenden Übergänge bemerkte man gar nicht wie die Zeit verging. Man hatte viel zu lachen, zu staunen und zu klatschen. Auch das Feedback des Publikums „ging runter wie Öl“. Wir danken allen Beteiligten vor und hinter der Bühne, unseren Sponsoren, Helfern und unseren Gästen für die gelungene Saison und die großartige Stimmung im Saal. Wenn es euch gefallen hat sagt es weiter, wenn nicht sagt es uns, nur so können wir uns verbessern.

In diesem Sinne Ratsch Bumm Bumm
Reinhardtsdorf, im Februar 2015